Skoda Vision O Concept: Erstes Teaserbild vom Interieur

IAA-Studie des Elektro-Kombis erhält riesiges Glasdach und ein Display, das sich über fast die ganze Cockpitbreite erstreckt (Update).

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Der letzte Teaser ist schon über zehn Tage alt, es war also höchste Zeit, wieder nachzulegen. Jedenfalls präsentiert Skoda nun ein erstes Bild vom Interieur des Vision O. Die Studie des elektrischen Octavia Combi debütiert demnächst auf der IAA.

Auf dem dunklen Foto ist auf den ersten Blick nur das riesige Glasdach zu erkennen. Mit ein wenig Nachbearbeitung lässt sich aber noch mehr herauskitzeln. So sind die vorderen Kopfstützen offenbar nicht massiv, sondern bestehen aus einem Geflecht. Die Sitzbezüge sind offenbar weiß oder zumindest hell. Am interessantesten aber sind die kleinen Ecken über dem Armaturenbrett: Sie verraten, dass das Cockpit ein riesiges Display bekommt, das offenbar fast von ganz links bis ganz rechts reicht:

Dem Video ist zu entnehmen, dass die Fronthaube eine mittige Sicke und schlitzartige Frontscheinwerfer bekommt. Diese sind gut im folgenden Screenshot aus dem Filmchen erkennbar: 

Außerdem hat das Modell offenbar eine recht flach liegende Heckscheibe: Das "elegant gestaltete Heck des Kombimodells unterstreicht den klaren Fokus auf Aerodynamik", so Skoda.

Im Pressetext vom 14. August schrieb Skoda, das Auto bekomme "ein neues B-Säulen-Design, das nahtlos in das Heck der Karosserie übergeht. Das abfallende Dach mit geteiltem Dachspoiler mündet in schmale Rückleuchten, die eine charakteristische T-Form bilden und an das typische 'Vier-Augen'-Lichtmotiv erinnern. Der Skoda-Schriftzug und die Modellbezeichnung 'Vision O' auf der Heckklappe ergänzen das Design der hinteren Schürze und unterstreichen das einzigartige, moderne Exterieurdesign der Studie."

Am 31. Juli hatte Skoda ein erstes Teaserbild von der Studie präsentiert, das die Seitenansicht zeigte:

Der Kombi bekommt das neue "Modern Solid"-Design, das zuerst an der Designstudie Epiq zu bewundern war. Für das erste Serienmodell, den Elroq, wurde es noch einmal deutlich verändert: Vor allem entfiel die T-förmige Tagfahrlicht-Signatur, vermutlich weil Kia inzwischen beim EV3 eine ähnliche Optik eingeführt hatte. Auch die neue Studie soll das Modern-Solid-Design weiterentwickeln, schreibt Skoda.

Die Bezeichnung "Vision O" soll übrigens ein Hinweis auf das Konzept der Kreislaufwirtschaft sein. Das Recycling und die Wiederverwendung von Komponenten ist Skoda bei dem neuen Kombi offenbar besonders wichtig. Darüber hinaus soll der Kombi sehr alltagstauglich sein.

Die Studie wird am frühen Abend des 8. September, dem Pressetag der IAA, in der Münchner Innenstadt präsentiert. Wann das Serienmodell eingeführt wird, verrät Skoda offiziell noch nicht. Es heißt nur: "Die Studie gibt einen Vorgeschmack auf die Zukunft der Marke im Kombisegment." 

Autocar schreibt jedoch, Skoda hätte ursprünglich einen Elektrokombi auf Basis der MEB-Plattform geplant, wäre dann aber doch auf die Scalable Systems Platform (SSP) umgeschwenkt, die erst Ende des Jahrzehnts starten soll. Das gleiche soll für den elektrischen Octavia Combi gelten: Das Modell soll demnach erst Ende der Dekade und damit etwa zeitgleich mit dem verwandten VW ID Golf auf den Markt kommen, der ebenfalls auf SSP basiert.

Vor dem elektrischen Octavia sollen noch zwei andere Skoda-Stromer starten, und zwar nach Angaben der britischen Zeitschrift beide im Jahr 2026: Der bereits erwähnte Epiq ist als kleines Elektro-SUV das Schwestermodell des VW ID.2 X und des Cupra Raval. Außerdem ist die Serienversion des siebensitzigen 7S Concept als elektrisches Pendant zum Kodiaq zu erwarten. Ein Äquivalent zum 20.000-Euro-Auto von VW, das kürzlich als Every1 vorgestellt wurde und 2027 starten soll, ist jedoch nicht im Busch. Man habe sich "entschieden, nicht Teil dieses Segments zu sein", sagte Skoda-Chef Klaus Zellmer gegenüber Autocar.

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Autor: Roland Hildebrandt