Seit der Gründung im Jahr 1955 ist Alpine für Sportwagen bekannt. So ist das derzeit einzige Modell, der A110, denn auch ein Sportcoupé. Doch das erste Elektromodell wird ein Kleinwagen sein und darauf soll angeblich ein Kompakt-SUV folgen - ein Ableger des Renault Scenic. Nun ja, die Puristen haben sich auch aufgeregt, als Porsche seine ersten SUVs auf den Markt brachte - die nun die erfolgreichsten Modelle der Marke sind.
Der elektrische Erstling, der A290, wurde bereits als Studie vorgestellt; auch das Cockpit ist bereits teilweise bekannt. Offiziell vorgestellt wird das Modell am 13. Juni im Vorfeld des 24-Stunden-Rennens in Le Mans, wie bereits offiziell bekannt gegeben wurde. Das Auto ist ein Derivat des Renault 5 E-Tech Electric, wird aber wohl in der Spitze mehr Leistung haben. Der 110 kW starke Top-Antrieb aus dem R5 könnte später nachgeschoben werden, heißt es in einem Artikel von Auto-Moto.
Als nächstes Modell soll dann ein A390 folgen, schreibt die französische Zeitschrift auf ihrer Website. Dabei soll es sich um ein Kompakt-SUV à la Renault Scenic handeln. Dass eine Art SUV auf Basis von CMF-EV geplant sei, gab Renault-Chef Luca de Meo bereits Anfang 2021 bekannt.
CMF-EV ist die Plattform, auf der der Renault Megane E-Tech Electric, der Renault Scenic E-Tech Electric und der Nissan Ariya basieren, und sie heißt neuerdings AmpR Medium. Wie der A290 wird der zweite elektrische Alpine aber stärker motorisiert sein und ein sportlicheres Fahrwerk erhalten als der Scenic.
Wie der elektrische Scenic soll auch der A390 rund 4,40 Meter lang werden und dabei helfen, das Werk in Dieppe (Normandie) auszulasten. Renault versprach 2021 eigentlich kein SUV, sondern einen "GT X-Over", was man wohl als Crossover-GT übersetzen kann. Es dürfte sich also um einen hochgelegter GT oder ein Coupé-SUV handeln. Gespannt sein darf man, ob die Seitenansicht bei nur 4,40 Meter Länge und trotz der durch die Batterie bedingten Höhe von wohl mindestens 1,60 Meter so lang gestreckt und elegant aussehen wird wie die 2021 gezeigte Silhouette:
Die Topversion soll ein Allradler mit Tri-Motor-Antrieb sein; wie hoch die Leistung ist, ist noch nicht abzusehen. Es liegt aber nahe, dass sich Alpine bei den drei Motoren des A390 aus dem Renault-Regal bedienen wird. Daneben könnte es den Frontantrieb mit 160 kW aus dem bürgerlichen Scenic geben. Nach dem Bericht soll das Auto jedenfalls eine 89-kWh-Batterie erhalten - das wären 2 kWh mehr als beim großen Akku aus dem Scenic E-Tech Electric.
Auf den Markt kommen soll der Alpine A390 erst im Laufe des Jahres 2025, doch offiziell vorgestellt werden könnte er schon auf dem Pariser Autosalon im Oktober - ob als Designstudie oder schon in der Serienversion, müssen wir abwarten.
Bis zum Ende dieses Jahrzehnts will Alpine über eine komplette Modellpalette verfügen. Dazu soll auch der Nachfolger des A110 gehören, der angelich A310 heißt und 2026 starten soll. Nach dem Bericht könnte dieser sowohl als Verbrenner wie als Elektroauto angeboten werden.
Unter dem Strich
Alpine will bis 2030 sieben Elektroautos auf die Straße bringen. Als erstes startet 2024 der A290, nächstes Jahr soll ein A390 folgen und 2026 dann das Sportcoupé, das den A110 beerbt. Damit wäre dann die Dream Garage komplett. Doch auch in den Jahren 2027 bis 2030 müssten noch vier Modelle folgen, also durchschnittlich ein Modell pro Jahr - ein äußerst straffes Programm.








