Der Mercedes CLA Shooting Brake EQ ist ab sofort bestellbar. Die Preise beginnen bei 57.096 Euro. Damit ist der Kombi deutlich teurer als die 49.990 Euro, die das Auto nach einer Meldung des inoffiziellen Mercedes-Portals jesmb kosten sollte. Doch das liegt an der Motorisierung: Die 49.990 Euro bezogen sich auf die 200er-Version, die wohl noch folgen wird, die 57.096 Euro aber fallen für den 250+ an.
Der Elektro-Kombi ist bereits konfigurierbar, allerdings bisher nur in zwei elektrischen Varianten: als CLA 250+ mit 200 kW Leistung und bis zu 768 Kilometer WLTP-Reichweite für die genannten 57.068 Euro sowie als CLA 350 4Matic mit 260 kW für 61.653 Euro. Das sind die Listenpreise, mit Herstellerrabatt ist es jeweils etwas weniger - die Beträge finden Sie in unserer Tabelle. Beide Modelle bekommen die vom normalen CLA bekannte NMC-Batterie mit 85 kWh netto.
Wenige Monate nach Markteinführung soll es den Shooting Brake "in weiteren attraktiven Elektrovarianten" geben, schreibt Mercedes. Dazu dürfte die von der Limousine bekannte 200er-Version mit 58-kWh-Batterie und 165 kW gehören. Damit sieht die Modellpalette wohl folgendermaßen aus:
| Mercedes CLA 200 Shooting Brake EQ ? | Mercedes CLA 250+ Shooting Brake EQ | Mercedes CLA 350 4Matic Shooting Brake EQ | |
| Antrieb | RWD 165 kW, 335 Nm ? | RWD 200 kW, 335 Nm | AWD 260 kW, 515 Nm |
| 0-100 km/h / Vmax | 7,6 Sek. / 210 km/h ? | 6,8 Sek. / 210 km/h | 5,0 Sek. / 210 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 12,7-14,9 kWh ? | 12,7-15,2 kWh | 13,2-15,6 kWh |
| Akku netto | 58 kWh (LFP) ? | 85 kWh (NMC) | 85 kWh (NMC) |
| WLTP-Reichweite | ca. 525 km ? | 768 km | 743 km |
| Ladeleistung | bis 11 (optional 22) kW mit AC / 320 kW mit DC | ||
| Anhängelast | k.A. | 1,5 Tonnen | 1,8 Tonnen |
| Listenpreis | ca. 50.000 Euro ? | 57.096 Euro | 61.653 Euro |
| Rabattiert | k.A. | 54.241 Euro | 58.571 Euro |
Der CLA Shooting Brake mit EQ-Technologie wurde bereits im Juli vorgestellt, nun wurden die Preise mitgeteilt. Sie sind rund 1.200 bis 1.300 Euro höher als bei der Limousine. Anders als diese ist die Kombiversion ab Start optional mit einem DC-DC-Wandler verfügbar, sodass man auch am Tesla-Supercharger laden kann:
Bis zur B-Säule ist der Shooting Brake identisch mit der Limousine. So hat der Kombi das gleiche Frontpanel mit 142 leuchtenden Sternen in Chrom-Optik und die Scheinwerfereinheiten sowie die Rückleuchten bieten das bekannte "Sternenlicht".
Das Dach aber ist beim CLA Shooting Brake weiter nach hinten gezogen. Das soll für mehr Kopffreiheit im Fond sorgen und das Einsteigen komfortabler machen. Das Glasdach ist serienmäßig; es reicht fugenlos vom Frontscheibenrahmen bis zum Heck. Die Abrisskante ist innen schwarz und außen in Wagenfarbe lackiert. Dies erweckt den Eindruck, als würde sich das Glasdach in der Heckscheibe fortsetzen, so Mercedes.
Das Panoramadach besteht aus Glas mit einer infrarotreflektierenden Beschichtung und einer "LowE"-Beschichtung (Low Emissivity) auf der Innenseite. Dies verringert im Sommer das Aufheizen und reduziert im Winter die Wärmeverluste. Optional gibt es ein "Sky Control"-Glasdach, bei dem sich die Transparenzeigenschaften von den Insassen ändern lassen; dieses haben wir im Konfigurator allerdings noch nicht gefunden.
Bei Nacht wird das Panoramadach zum Sternenhimmel: 158 Sterne sind in die Glasfläche integriert und leuchten in der Farbe der Ambientelichts. Besonders für die Fondpassagiere soll das beeindruckend sein, aber auch von außen zieht das neue Feature die Blicke auf sich. Und es gibt Mercedes eine weitere Möglichkeit, sein Markenlogo zu zeigen - als wäre der Stern sonst nirgends am CLA zu sehen.
| Länge | Breite (eingeklappte Außenspiegel) | Höhe | Radstand | |
| CLA EQ | 4.723 mm | 1.855 mm | 1.468 mm | 2.790 mm |
| CLA Shooting Brake EQ | 4.723 mm | 1.855 mm | 1.469 mm | 2.790 mm |
| CLA Shooting Brake (alt) | 4.688 mm | 1.830 mm | 1.430 mm | 2.729 mm |
Karosserielänge, Radstand und Breite sind identisch mit der Limousine, die Höhe unterscheidet sich nur um einen Millimeter. Im Vergleich zum auslaufenden Modell wuchs der Kombi um ein paar Zentimeter in die Länge und in die Höhe. Die Sitze lassen sich serienmäßig im Verhältnis 40:20:40 umklappen. Eine elektrisch bediente Heckklappe ist serienmäßig, eine sensorgesteuerte gibt es gegen Aufpreis.
Das Cockpit ist identisch mit dem der Limousine. Zu den Kennzeichen gehören die hohe und in zwei Ebenen gegliederte Mittelkonsole und der optionale MBUX-Superscreen mit bis zu drei Bildschirmen: einem 10,25 Zoll-Instrumentendisplay und zwei 14-Zoll-Touchcreens. Zudem gibt es noch ein optionales Head-up-Display.
Der Sprachassistent kann auf ChatGPT4o und die Microsoft-Bing-Suche zugreifen. Als animierter Avatar in Form des Mercedes-Sterns (ja, schon wieder) ist er stets auf dem Zentraldisplay präsent. Die Navigation plant bei der Routensuche auch die Ladestopps mit ein und optimiert den Akku für das Schnellladen.
Zur Serienausstattung der Basisversion Progressive Line gehören LED-Scheinwerfer mit adaptivem Fernlicht-Assistenten, ein Multifunktions-Lederlenkrad, Kunstledersitze mit Sitzheizung, eine Ein-Zonen-Klimaautomatik, das Navi und die elektrisch bediente Heckklappe. Gegen Aufpreis gibt es die AMG Line, die AMG Line Plus sowie zahlreiche Einzeloptionen.
Unter dem Strich
Die Kombiversion des neuen CLA EQ ist ab sofort bestellbar; die Preise sind rund 1.200 bis 1.300 Euro höher als beim normalen CLA EQ. Der erste Elektro-Kombi von Mercedes bietet ansonsten kaum Überraschungen. Die Maße sind (fast) identisch mit denen der Limousine, das Kofferraumvolumen erwartungsgemäß größer, Antriebe und Akkus identisch.
Das Highlight ist eindeutig das Glasdach mit integriertem Sternenhimmel, und das ist bislang offenbar noch nicht bestellbar, wenn wir es im Konfigurator nicht übersehen haben. Doch der Kombi dürfte ankommen, denn er eliminiert die größte Nachteile des normalen CLA: die kleine Heckklappe und die fehlende Lademöglichkeit an 400-Volt-Säulen. Umso schöner ist, dass der Shooting Brake gegenüber der Limousine kaum an Reichweite verliert.








