Volvo XC40 und EX40 (2026) Facelift: Umfassende Kompakt-Politur

Die Neuerungen betreffen hauptsächlich Software und Assistenten

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Neun Jahre hat der Volvo XC40 bereits auf dem Buckel, sieben Jahre sein vollelektrischer Bruder EX40, der als XC40 Recharge startete. 2022 wurde noch mal ein wenig poliert. Ein zweites Facelift soll das Leben des Kompakten jetzt noch ein wenig verlängern.

Für das Modelljahr 2027 stehen bei Volvo XC40 und EX40 also ein paar Anpassungen an. Karosserie-Design und Innenraum nähern sich der Design-Philosophie der neuen elektrischen Brüder EX60 und EX90 an. Zugegeben, viel tut sich außen nicht, dafür umso mehr auf der technischen Ebene. Also schauen wir direkt drauf.

Volvo XC40 (2026)

Noch immer erfreuen sich die beiden Schweden großer Beliebtheit. Insgesamt wurden in Deutschland zwischen 2018 und 2025 95.988 Einheiten verkauft. 2025 war mit 15.157 Fahrzeugen sogar das bisher stärkste Jahr des kleinen Volvo, 2.641 Modelle konnte der EX40 dabei einstreichen. 

Never change a running System

Kühlergrill, Frontstoßfänger, Motorhaube und vordere Kotflügel erhalten Anpassungen. Die Front kommt jetzt mit etwas cleanerer Kontur. Der untere Lufteinlass zeigt sich in Trapezform, die seitlichen Nebelscheinwerfer-Einheiten sind verschwunden, die Haube zeichnen klarere Linien. Die größte Neuerung betreffen vermutlich die neuen Scheinwerfer in "Thors-Hammer"-Optik.

Die ikonische Signatur der Schweden wurde noch einmal verfeinert, um eine besonders klare Interpretation innerhalb der Matrix-LED-Technik zeigen zu können. Insgesamt 15 Segmente sollen für ein breites und weitreichendes Lichtmuster und optimale Ausleuchtung unter allen Bedingungen sorgen. Am Heck zeigen neue LED-Rückleuchten, Heckklappe und ein angepasster Stoßfänger frischen Glanz.

Volvo XC40 2026 Volvo EX40 2026 Bilder von: Volvo

All das klingt jedoch dramatischer als es ist. Die Mulde für den Volvo-Schriftzug wurde glattgebügelt, die Lichtsignatur zieht feine neue Bahnen - und das war es dann auch schon. Neue 18-, 19- und 20-Zoll-Räder mit Diamantschnitt runden das Make-Over ab. Gewählt werden kann aus acht Außenfarben, inklusive der neuen Lackierung Heather Bronze. Das Dach kommt in der Ausstattungslinie Ultra (optional für Plus) in Schwarz. 

Neue Software und Assistenten

Der Innenraum des XC40 erhält eine Kardamom-Lederausstattung in Kombination mit Holzdekoren in Brown Ash. Die Varianten des Stromer-Pendent soll "jugendlicher und verspielter" wirken. Zudem zieht ein schärferes und größeres 11,2-Zoll-Infotainment in die Kompakten ein. Das soll die Interaktion mit dem Fahrzeug "schneller, einfacher und intuitiver" machen. Wege durch die Menüstruktur sollen wie bei den großen Volvos nun kürzer werden.

Mit an Bord ist jetzt auch Google Gemini. Der KI-Sprachassistenten soll natürlich kommunizieren, um ohne Konzentrationsverlust an Informationen zu kommen oder Fahrzeugfunktionen steuern zu können.
Over-the-Air-Updates sorgen auch nach dem Kauf für regelmäßige Aktualität der Fahrzeug-Software.

Volvo XC40 2026 Volvo XC40 2026 Bilder von: Volvo

Volvo XC40 und EX40 stehen zum Modelljahr 2027 auf einer neuen Software- und Sensorplattform. Diese kommt mit Frontkamera, Radaren an Front, Heck und an den Ecken des Fahrzeugs, 12 Ultraschallsensoren und neuen Parkkameras. Durch die Erweiterung der Einrichtungen können weiterentwickelte Sicherheits- und Fahrerassistenzfunktionen in die kleinen Schweden integriert werden.

So fahren ab jetzt ein automatischer Notlenkassistent und ein Door Opening Alert serienmäßig mit. Optional kann zudem das Pilot Assist System um einen Spurwechselassistenten und eine 360-Grad-Kamera erweitert werden.

"Der Volvo XC40 und der Volvo EX40 sind besser denn je: Wir haben Design, Technik und Sicherheit umfassend weiterentwickelt", sagt Akhil Krishnan, Interim-Leiter für die 30er- und 40er Modelle bei Volvo Cars. "Damit werden die Modelle auch in den kommenden Jahren zu unseren Bestsellern gehören."

Überarbeitete Verbrenner und Wärmepumpe beim Stromer

Die Leistungen bleiben beim Volvo XC40 hingegen gleich und werden weiterhin von einem Turbo-Vierzylinder-Benziner über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe angetrieben. Der B4 kommt mit 120 kW (163 PS), der B4 mit 145 kW (197 PS). Letzterer weist als Mild-Hybrid dank neuer Miller-Steuerzeiten einen noch höheren thermischen Wirkungsgrad auf - kann damit also auf eine verbesserte Effizienz vertrauen. Die CO2-Emissionen sollen damit gegenüber dem Vorgänger um bis zu fünf Prozent gesenkt werden.

Volvo XC40 2026 Volvo XC40 2026 Bilder von: Volvo

Beim EX40 stellt Volvo ebenfalls auf die P-Bezeichnungen für die Antriebe um. Reichweiten von bis zu 575 Kilometern seien möglich. Den Anfang macht der P5 Electric mit 175 kW (238 PS) und einer 70-kWh-Batterie für etwa 477 Kilometer Reichweite. Der P5 Long Range Electric mit 185 kW (252 PS) und 82-kWh-Batterie bildet für eine Reichweite von bis zu 576 Kilometern die goldene Mitte. Die Top-Version markiert der P8 Performance AWD ebenfalls mit der 82-kWh-Batterie, zwei Elektromotoren und einer Gesamtleistung von 325 kW (442 PS). Die Reichweite beträgt hier bis zu 538 Kilometer.

Die maximale Ladeleistung beträgt 205 kW (fünf kW mehr als beim Vorfacelift). Durch ein intelligentes Temperaturmanagement für die Batterie mit separaten Kühlkreisläufen soll in 28 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden können (26 Minuten beim P5-Einsteiger). Eine Wärmepumpe ist jetzt serienmäßig, um Energie bei der Klimatisierung des Innenraums einsparen zu können.

Die Ausstattungen teilen sich jeweils auf Essential, Core, Plus und Ultra auf. Die beiden letzteren bieten jeweils noch eine Black Edition. Preislich startet der Volvo XC40 als Essential mit dem 163-PS-Aggregat bei 43.990 Euro, die leistungsstärkere Variante kostet als Core mindestens 48.990 Euro. Vollelektrisch geht's im EX40 als P5 Electric in der Basis ab mindestens 47.490 Euro los. Der P5 Long Range ist ab 53.090 Euro zu haben, für das Top-Model P8 Performance AWD werden mindestens 60.590 Euro als Plus fällig.

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Autor: Benja Hiller