Neuer Jeep Cherokee startet 2026 auf Basis von STLA Large

Damit ist eine Elektroversion mehr als wahrscheinlich.

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Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

Im Juni 2025 stellte Jeep in den USA einen neuen Cherokee vor. Nachdem die fünfte Generation des Mittelklasse-SUVs bereits 2023 ausgelaufen war, ist die sechste Generation inzwischen bestellbar. Die neue Version basiert auf der Plattform STLA Large, berichten unsere US-Kollegen. Zum Start gibt es nur einen Hybrid, aber elektrische Antriebe sind wahrscheinlich. Allerdings wird es das Auto ohnehin nicht nach Deutschland schaffen.

Nach drei Jahren Pause soll der Jeep Cherokee in den USA wieder angeboten werden. Der Wagen ist 4,78 Meter lang und hat einen Radstand von 2,87 Meter. Optisch übernimmt er Vieles vom Jeep Wagoneer S und dem neuen Jeep Compass.

Bilder von: Jeep

Vorne gibt es den markentypischen Grill mit sieben Schlitzen, der Rest der Karosserie hat eine vertraute, robuste Form, allerdings mit weniger Sicken als beim Compass. Auch das Heck bringt frische Akzente: Die Form der Leuchten ist deutlich anders als beim Compass.

Bilder von: Jeep

Die Hybridversion besitzt einen 1,6-Liter-Turbobenziner in Kombination mit zwei Elektromotoren und einem elektronisch gesteuerten stufenlosen Getriebe. Die Systemleistung wird auf der Website mit 210 hp, also 157 kW angegeben. Mit der kleinen 1,03-kWh-Batterie kann man auch rein elektrisch fahren; laut Jeep sogar mit bis zu 62 mph (100 km/h).

Ein elektrischer Cherokee bekäme wohl eine ähnliche Technik wie der Wagoneer S. Dieser besitzt ein 400-Volt-System mit einem 100-kWh-Akku für 294 Meilen (478 km) Reichweite nach der anspruchsvollen amerikanischen EPA-Norm. Die zwei Elektromotoren liefern zusammen 600 hp (also 447 kW) und ein Drehmoment von 837 Newtonmeter. Die Leistung des kleineren Elektro-Cherokee dürfte allerdings geringer sein als beim 4,89 Meter langen großen Bruder. 

Der Cherokee mit reinem Elektroantrieb ist bislang hypothetisch. Ein Start bei uns in Europa ist ohnehin nicht geplant. Er sei dem Jeep Compass zu ähnlich, sagte uns Jeep-Deutschland-Geschäftsführer Luigi Saia bei der Vorstellung des Jeep Compass in Barcelona. Der Wagoneer S dagegen kommt im Herbst 2026 zu uns, der Recon starte Ende 2026, versprach der Manager.

Derzeit bietet Jeep in Deutschland neben dem Avenger und dem neuen Compass, die es auch als Elektroautos gibt, noch den Renegade, den Wrangler und den 4,91 Meter langen Grand Cherokee an. Bei Letzterem läuft der Absatz in Deutschland allerdings schleppend: Im ganzen letzten Jahr waren es nur etwa 100 Stück. Avenger und Compass dagegen als Bestseller der Marke verkauften sich jeweils über 4.000 Mal. 

Jeep Cherokee (2026)

Unter dem Strich

Jeep setzte im Jahr 2024 rund 12.000 Autos ab, davon weniger als 800 als reine Elektroautos. Bisher gab es nur den Avenger Elektro, nun kommt der elektrische Compass hinzu. Der in den USA angebotene Cherokee ist bisher ein Hybrid, eine Elektroversion ist noch hypothetisch. Zu uns nach Deutschland kommt er ohnehin nicht. Nicht schlimm, elektrische Mittelklasse-SUVs mit 400-Volt-Systemen gibt es hierzulande schon mehr als genug.

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Autor: Stefan Leichsenring